Don Dahlmann: Der Non-Don des deutschen Netzes

Don Dahlmann spricht in der Portraitzentrale über seine Hobbies Schmorgerichte, Motorsportwochenenden und Fotografie. Er vermisst in der Netzgemeinde zuweilen differenzierte Diskussionen und beäugt das verbale Draufhauen bei Twitter kritisch. Er führt einen langen Monolog über Populismus: demnächst erwartet er im öffentlichen Diskurs einen markanten, noch nicht namentlich bekannten Rechtspopulisten mit guter Vernetzung – als Gegenpol zu den gut aufgestellten Linkspopulisten. Und hat er aufgeräumt, „aber nicht extra für unser Gespräch“.

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Hier kocht der Don

Jan-Uwe Fitz: “Es ist auch ein Kampf, dieses Twitter-Ding”

Die Verabredung mit Jan-Uwe Fitz zu treffen ist schwierig. Portrait – schöne Idee, aber eine Homestory? Nicht so gern. Vielleicht an die Orte der Lesungen, ins Berliner 4010 oder St. Oberholz?  Lieber doch nicht – da sitzt die digitale Bohème, der er sich nicht zugehörig fühlt. Am liebsten im Speisewagen der Bahn. Oder gleich in der zweiten Heimat Limburg. Zu aufwendig? Verständlich. Während die Vorbereitung des Treffens einen hohen Komplexitätsgrad erreicht, ist das Gespräch mit dem Erschaffer des @Vergraemer absolut unkompliziert und sehr auf den Punkt. Der letzte Plan, sich in der DB Lounge am Berliner Hauptbahnhof zu begegnen, kippt aufgrund der vergessenen Bahncard des Autors. Wir sitzen im McCafé.

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Rampenlust trotz Menschenangst: Jan-Uwe Fitz

Heiko Hebig: “Die Dinge passieren einfach”

„Wir müssen WIRKLICH los“, drängelt Heiko an diesem Samstagvormittag in seiner neuen Wohnung in Hamburg. Ich rupfe schnell mein Mikro aus dem iPhone, und bevor ich noch ein paar Impressionen aus den neuen Räumen oder die gemütlich illuminierten Ikea-Kerzen fotografieren kann, sind sie schon ausgepustet. Wir lachen darüber, und freundlicherweise wird @heiko sie natürlich irgendwann noch posten. Jetzt muss er los zum Zug. Nach Berlin, für einen Termin am Nachmittag. Abends geht’s wieder zurück. Willkommen in der Welt von Heiko Hebig.

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Heiko Hebig: Los, noch mal

Paul Fritze: Nicht nur online ein echter Social

Paul serviert uns eine Selleriesuppe, die überraschenderweise nicht nach Sellerie schmeckt. Ich frage nach, woran das liegt. „Das Stechende des Selleries kriegst Du mit Essig weg. Und dann ist da noch geräuchertes Chillie dran – kaum scharf, bisschen Säure, dann geht das auseinander.“ Ein erster, wertvoller Küchentipp frei Haus von Paul Fritze an dessen Esstisch, an einem Mittwoch abend in seiner Wohnung in Schöneberg. Ich höre mich sagen: „Das ist tatsächlich wie ein Teppich.”

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Paul Fritze, mit einer Rollin Restaurant Tasse

“@monkeypenny, warum dissen Sie mich?”

Frisch, frei, frank, frech. Diese Alliteration notiere ich in Spiegelstrichen, als ich meinen persönlichen Podcast mit Juliane Leopold (28) anhöre. Ich lächele über Sätze wie „Es gibt kein richtiges Bier im Falschen“, bezüglich ihrer Abscheu gegenüber politischen Kungeleien und der Weigerung, mit der CSU-Bundestagsabgeordneten Dorothee Bär ein Bier zu trinken. Worte sind das Skalpell von @monkeypenny, sie setzt es gekonnt. Mal minimal-invasiv, mal mit Narbenbildung. Doch immer mit klarem Bewusstsein, was Worte bewirken können. Sie findet das herrlich. Austeilen, die klare Kante, oftmals motiviert von Idealismus. Aber: Sie kann auch einstecken. „Eat up your own dirt“ nennt sie das.

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Trotze - Julianes Lieblingswort für sich selbst

Romy Mlinzk in: Romys rote Wand

“Grundgelassen. Ernsthaft. Analytikerin“, sind die ersten Eindrücke, die mir nach einer Stunde Interview mit Romy Mlinzk durch den Kopf schwirren. Ich stehe im tristen grauen Hamburger Samstagmorgen-Regen vor ihrer Haustür, warte auf mein Taxi und bin beeindruckt, wie differenziert und reflektiert Romy mit ihren 29 30 Jahren ist (Mathe!). Eigentlich waren wir am Vorabend verabredet. Doch da scheine ich nicht in ihre Anforderungen von Überstunden, After-Work-Drink und „The Voice“ zu passen, wie mir @snoopsmaus noch im Laufe des Abends verrät. In der Nacht nimmt sie per DM meinen Alternativvorschlag von 9 Uhr am nächsten Morgen tapfer entgegen und ist ganz da. Sehr sympathisch: Sie erwähnt nicht, dass sie überzeugte Langschläferin ist. Das soll mir erst am Ende des Besuchs klar werden.

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ROMY MLINZK
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